Shapefile online öffnen – ohne QGIS oder ArcGIS
Du hast eine .shp-Datei bekommen – von einem Vermessungsamt, einer Behörde oder aus einem GIS-Projekt – willst aber nicht extra QGIS oder ArcGIS installieren, nur um kurz reinzuschauen? Genau dafür gibt es einen schnelleren Weg direkt im Browser.
Ein Shapefile ist nie nur eine Datei
Der häufigste Fehler vorab: Ein Shapefile besteht aus mehreren Einzeldateien, die zusammengehören – mindestens .shp (Geometrie),.dbf (Attribute) und.shx (Index), idealerweise zusätzlich.prj (Koordinatensystem). Nur die.shp allein ist nutzlos. Packe deshalb alle Teile in ein ZIP-Archiv, bevor du sie hochlädst.
So öffnest du es im Browser
- Alle Shapefile-Komponenten als ZIP zusammenpacken (Rechtsklick → „Senden an → ZIP-komprimierter Ordner").
- ZIP auf einer Konvertierungs-Seite hochladen, z. B. Shapefile zu GeoJSON.
- Die Kartenvorschau zeigt sofort Geometrie, Ausdehnung und Anzahl der Objekte – du siehst also direkt, ob die Daten stimmen.
Das richtige Zielformat wählen
Was du anschließend brauchst, hängt vom Ziel ab:
- Für Web-Karten & Entwickler: Shapefile → GeoJSON – der Standard für Leaflet, Mapbox und APIs.
- Für Google Earth & zum Teilen: Shapefile → KML – öffnet jeder ohne GIS-Software.
- Für Excel & Auswertungen: Shapefile → CSV – die Attributtabelle als Tabelle, Geometrie als WKT-Spalte.
Was ist mit dem Koordinatensystem?
Deutsche Geodaten liegen oft in ETRS89 / UTM (EPSG:25832) statt in WGS84 vor. Liegt eine.prj-Datei im ZIP, wird das Koordinatensystem automatisch erkannt und nach WGS84 (EPSG:4326) reprojiziert – nur so erscheinen die Daten auf einer Web-Karte oder in Google Earth an der richtigen Stelle.
Datenschutz
Die Verarbeitung läuft serverseitig und die hochgeladenen Dateien werden nach der Konvertierung automatisch gelöscht – es gibt keine dauerhafte Speicherung deiner Geodaten. Eine vollständige Liste der Quell- und Zielformate findest du unter Formate.
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